Inhaltsverzeichnis:
- Gefährliche Haltepunkte zwischen Olympiapark West und Hanauer Straße
- SPD setzt auf geringere Geschwindigkeit
- FDP fordert bauliche Schutzmaßnahmen
- Kontroverse Diskussion im Gremium
Gefährliche Haltepunkte zwischen Olympiapark West und Hanauer Straße
Die betroffenen Haltestellen liegen auf einer stark befahrenen vierspurigen Straße. Besonders gefährdet sind die Stopps „Hugo-Troendle-Straße“, „Wintrichring“, „Hanauer Straße“, „Stadtwerke“ und „Borstei“. Diese befinden sich in der Straßenmitte und sind nur über Querungen erreichbar. Der Bezirksausschuss diskutierte in seiner jüngsten Sitzung gleich zwei Anträge, um das Risiko zu senken. Beide Vorschläge wurden angenommen.
SPD setzt auf geringere Geschwindigkeit
Die SPD beantragte eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h im Bereich der Haltestellen. Ziel ist es, Unfälle zu vermeiden und die Reaktionszeit der Fahrer zu erhöhen. Der Antrag betrifft mehrere Haltepunkte der Linien 20 und 21, darunter „Olympiapark West“ und „Borstei“. Karsten Schacht von den Grünen unterstützte diesen Vorschlag. Er verwies auf das Konzept „Vision Zero“, das keine Verkehrstoten mehr zulassen will. Nach seiner Ansicht sei Tempo 30 dafür unerlässlich.
FDP fordert bauliche Schutzmaßnahmen
Die FDP lehnt Tempo 30 ab und setzt auf bauliche Veränderungen. Jonas Hahn sprach sich für feste Geländer, Leitplanken oder Poller aus. Diese sollen verhindern, dass Fahrzeuge in die Haltestellenbereiche geraten. Nach seiner Einschätzung ist vor allem an den fünf besonders gefährdeten Haltepunkten sofortiger Handlungsbedarf vorhanden. Alle Mitglieder des Bezirksausschusses stimmten für diesen Antrag.
Kontroverse Diskussion im Gremium
Innerhalb des Ausschusses gab es unterschiedliche Meinungen. Florian Wies von der CSU warnte davor, durch diesen Beschluss indirekt Tempo 30 auf der gesamten Dachauer Straße einzuführen. Er bezeichnete dies als nicht realistisch, da man dann ähnliche Regeln an allen Haltestellen auf dem Mittleren Ring umsetzen müsste. Die Stadtverwaltung betont jedoch, dass jeder Verkehrstote einer zu viel sei. Sprecherin Christina Warta erklärte, dass das Unfallgeschehen rund um Haltestellen in München zwar überwiegend unauffällig sei, aber einzelne schwere Unfälle sehr ernst genommen würden.
Ergebnis der Sitzung:
- SPD-Antrag zu Tempo 30 wurde mit Mehrheit angenommen, jedoch gegen die Stimmen von CSU und FDP.
- FDP-Antrag zu baulichen Maßnahmen erhielt einstimmige Zustimmung.
- Beide Beschlüsse gehen nun an die Stadtverwaltung zur weiteren Prüfung.
Quelle: TZ, www.on-the-top.net/de/