Inhaltsverzeichnis:
- Hackenviertel und Wilhelmsgymnasium
- Hofoper und Josephspital
- Münchner Kindl und Residenztheater
- Fraunhofer, Pinakothek und Universität
- Verkehr, Theater und Kirchenbau
- Politik, Gesellschaft und Gegenwart
Hackenviertel und Wilhelmsgymnasium
Vor 700 Jahren wird am 5. April 1326 erstmals „in dem Haggen“ urkundlich erwähnt. Aus dieser Bezeichnung entwickelt sich später der Name Hackenviertel. Damit ist ein zentraler Teil der Münchner Altstadt erstmals eindeutig belegt.
450 Jahre zurück liegt die Stiftung des Jesuitenkollegs mit Schule am 20. Dezember 1576. Herzog Albrecht V. begründet damit das spätere Wilhelmsgymnasium. Die Einrichtung zählt bis heute zu den traditionsreichsten Schulen der Stadt.
Hofoper und Josephspital
Am 4. Juni 1626 wird das St. Josephspital vom Sendlinger Tor in die spätere Josephspitalstraße verlegt. Der Freisinger Bischof erlaubt dort die Feier der Messe an 2 Tragaltären. Dies markiert den Beginn der Josephspitalkirche.
375 Jahre zuvor, am 16. Februar 1651, führt die Hofkapelle eine „Comoedia in Musica“ vor Kurfürst und Hofstaat auf. Es handelt sich um den ersten Nachweis einer italienischen Oper am Münchner Hof. Damit beginnt die Geschichte der Münchner Hofoper, ein zentraler Baustein des städtischen Kulturlebens, hier weiterlesen.
Münchner Kindl und Residenztheater
Ein markanter Einschnitt folgt 1701. Am 7. September wird Maria Theresia Käser aus Pfaffenhofen an der Ilm als letzte sogenannte Hexe in München hingerichtet. Der Prozess findet wegen der Stellung ihres Vaters in der Stadt statt.
300 Jahre alt wird 2026 das Münchner Kindl. Am 20. September 1726 erscheint der Name erstmals in einer Quittung zur Kammerrechnung für das Stadtwappen.
275 Jahre zuvor, am 15. April 1751, beginnt der Bau des neuen Opernhauses, des heutigen Residenztheaters. Die Pläne stammen von François Cuvilliés. Der Bau prägt die höfische Theaterarchitektur Münchens bis heute.
Fraunhofer, Pinakothek und Universität
Am 21. Juli 1801 stürzen in der Thiereckstraße 2 zwei Hinterhäuser ein. Vier Menschen werden verschüttet. Unter ihnen befindet sich der spätere Optiker Joseph Fraunhofer. Nur 9 Tage später erhält Johann Balthasar Michl als erster Protestant das Münchner Bürgerrecht, auf Druck von Kurfürst Max IV. Joseph.
1826 häufen sich zentrale Ereignisse. Am 7. April wird der Grundstein für die Alte Pinakothek gelegt. Leo von Klenze verantwortet Planung und Bau, die Einweihung folgt 1836. Am 21. April eröffnet die neue Synagoge in der Theaterstraße. Am 15. November zieht die Ludwig-Maximilians-Universität endgültig von Landshut nach München um. Diese 3 Termine markieren einen Wendepunkt für Kultur, Religion und Wissenschaft.
Verkehr, Theater und Kirchenbau
1876 werden die Bahnhöfe umbenannt. Der Centralbahnhof, der Südbahnhof und der Ostbahnhof entstehen. Am 21. Oktober desselben Jahres fährt die erste Pferdetram. Die Strecke ist 2,8 Kilometer lang und bildet den Auftakt des schienengebundenen Nahverkehrs. 1895 folgt die Elektrifizierung.
1901 eröffnet das Müller’sche Volksbad. Ebenfalls eingeweiht werden die Schießstätte in Allach, das Prinzregentheater nach Plänen von Max Littmann sowie die Erlöserkirche von Theodor Fischer. Sie ist der erste evangelische Kirchenbau im Münchner Norden.
Politik, Gesellschaft und Gegenwart
1926 bringt kulturelle und politische Zäsuren. Hans Jochen Vogel wird geboren. Im selben Jahr öffnet das Marmor-Haus an der Leopoldstraße. 1951 folgen die Weihe der Herz-Jesu-Kirche in Neuhausen und die Eröffnung des Kaufhofs am Stachus nach 28 Wochen Bauzeit.
1976 beschließt der Stadtrat den Bau des Gasteig mit Kosten von 162 Millionen Mark. Parallel findet im Schlosspark Nymphenburg die erste schwule Demonstration Münchens mit rund 200 Teilnehmenden statt.
2001 prägen internationale und lokale Ereignisse das Jahr. Die Europäische Rabbinerkonferenz tagt erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder in München. Eine Babyklappe wird im Krankenhaus Schwabing eingerichtet. Nach den Anschlägen vom 11. September versammeln sich 2000 Menschen zu einem Friedensgebet auf dem Marienplatz. Am 16. November erfolgen die ersten gleichgeschlechtlichen Eheschließungen in München. Diese Daten zeigen die historische Dichte des Jahres 2026 im Rückblick auf Münchens Vergangenheit, auch im Kontext aktueller Stadtentwicklung, weitere Details.
Quelle: Hallo München, WEBRIVAIG
FAQ
Worum geht es bei den Jubiläen in München im Jahr 2026?
Die Jubiläen im Jahr 2026 umfassen historische Ereignisse, Gründungen, Bauanfänge, kulturelle Meilensteine und gesellschaftliche Entwicklungen aus über 7 Jahrhunderten Münchner Stadtgeschichte.
Welche Zeitspanne decken die genannten Jahrestage ab?
Die Jahrestage reichen von der erstmaligen urkundlichen Erwähnung des Hackenviertels im Jahr 1326 bis zu gesellschaftlichen und politischen Ereignissen aus dem Jahr 2001.
Warum ist das Jahr 1826 für München besonders wichtig?
1826 wurden der Grundstein für die Alte Pinakothek gelegt, eine neue Synagoge eröffnet und die Ludwig-Maximilians-Universität dauerhaft nach München verlegt.
Welche kulturellen Einrichtungen feiern 2026 ein Jubiläum?
Zu den kulturellen Jubiläen zählen unter anderem die Münchner Hofoper, das Residenztheater, die Alte Pinakothek, das Prinzregentheater und das Müller’sche Volksbad.
Welche Rolle spielt der öffentliche Verkehr in den Jubiläen?
1876 markiert die Umbenennung der Bahnhöfe und die Inbetriebnahme der ersten Pferdetram den Beginn des schienengebundenen Nahverkehrs in München.
Welche gesellschaftlichen Ereignisse aus jüngerer Zeit werden erwähnt?
Dazu gehören die erste schwule Demonstration 1976, die Einführung der Babyklappe 2001 sowie die ersten gleichgeschlechtlichen Eheschließungen in München.
Warum ist das Münchner Kindl im Jahr 2026 von Bedeutung?
Das Münchner Kindl wird 300 Jahre alt, da der Name erstmals am 20. September 1726 für das Stadtwappen dokumentiert wurde.