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Tante Lilibeth auf dem Elisabethmarkt
München – Tante Lilibeth – so hieß die Großtante von Katrin Göttlinger. Die Computer-Fachfrau hat als Kind in den Ferien immer deren Lädchen bewundert und wollte eines Tages selbst ein eigenes Geschäft haben. Jetzt ist es so weit: Mit einem Glutenfrei-Marktstand verwirklicht die Münchnerin ihren Kindertraum. „Ich hab die Ausschreibung der Stadt gesehen, mich beworben und es hat sofort geklappt“, freut sich die 44-Jährige. Sie hat bis vor Kurzem in einem IT-Konzern gearbeitet, 23 Jahre lang. Den Job hat sie hingeschmissen. „Denn jetzt heißt mein Motto: Gemeinsam genießen!“ Mitte Januar öffnet ihr eigenes Lädchen fest auf dem Elisabethmarkt.
Göttlingers Plan ist, die besten glutenfreien Lebensmittel aus aller Welt in ihrem Sortiment zu vereinen. „Denn oft schmecken glutenfreie Lebensmittel Leuten nicht, die nicht wirklich auf Gluten verzichten müssen. Aber meine Sachen schmecken – mein Sohn ist mein kritischster Proband“, sagt sie und lacht. Vor Weihnachten veranstaltet Göttlinger zwei dreitägige Pop-ups, das zweite vom 18. bis 20. Dezember. In den drei Tagen können die Münchner probieren, was es alles Feines bei Tante Lilibeth gibt. Zum Beispiel saftiges, glutenfreies Brot, Mehle, Soßen oder Dattellebkuchen. Oder von der Pop-up-Speisekarte Schnittlauchbrot, Hummus mit Granatapfel oder frische Waffeln. Wir haben probiert – es schmeckt köstlich.
Preise, Lieferanten und Sortiment
Gluten ist ein Protein, das in bestimmten Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel vorkommt. Man spricht auch von einem sogenannten Klebereiweiß, denn Gluten sorgt für die klebrige Masse, die entsteht, wenn Getreide zu Teig verarbeitet wird. Es dient häufig als Aromaträger und Bindemittel, das den Teig zusammenhält. Bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit führt es zu Verdauungsproblemen.
Zwei belegte Scheiben Brot kosten auf die Hand 6 Euro. Die Aufstriche dafür variieren von Lachscreme bis zu Rote-Beete-Hummus mit Feta. Den Schinken-Käse-Toast gibt es für 4 Euro. Der Laib Brot kostet zwischen 7 und 10 Euro und wird von zwei Bäckereien geliefert, „Aera“ und „echt jetzt“.
Engagement für Betroffene
Im Gastraum liegt auch eine Unterschriftensammlung aus. Die Zöliakiegesellschaft fordert „sichere glutenfreie Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen“. Die Blätter sind voll – ebenso das Ladenlokal. „Die Nachfrage ist groß und sie steigt“, sagt Göttlinger. Ihr Hauptanliegen ist, dass Menschen, die unter der Autoimmunerkrankung Zöliakie leiden oder aus sonstigen Gründen auf Gluten verzichten, gemeinsam mit ihren Lieben genießen können.
„Hier auf dem Markt kann sich jeder zum Naschen kaufen, was ihm gefällt“, sagt sie. „Zuhause können alle mit meinen glutenfreien Zutaten gemeinsam kochen. So fühlen sich Kranke und Ernährungsbewusste nicht ausgeschlossen.“
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Quelle: TZ, Milekcop
FAQ
Wer steckt hinter dem glutenfreien Marktstand auf dem Elisabethmarkt?
Der Stand wird von Katrin Göttlinger betrieben, die nach 23 Jahren im IT-Bereich ihr eigenes Geschäft für glutenfreie Produkte eröffnet hat.
Welche Produkte gibt es bei Tante Lilibeth?
Zum Sortiment gehören glutenfreies Brot, Mehle, Soßen, Dattellebkuchen sowie kleine Gerichte wie Schnittlauchbrot, Hummus mit Granatapfel und frische Waffeln.
Wann finden die Pop-up-Tage statt?
Die Pop-up-Tage laufen zweimal vor Weihnachten, jeweils über drei Tage, darunter vom 18. bis 20. Dezember.
Wie sind die Preise für die angebotenen Speisen?
Zwei belegte Scheiben Brot kosten 6 Euro, der Schinken-Käse-Toast 4 Euro und Brotlaibe liegen zwischen 7 und 10 Euro.
Wer liefert das glutenfreie Brot?
Die Brote stammen von den spezialisierten Bäckereien Aera und echt jetzt.
Warum ist glutenfreie Ernährung für manche Menschen notwendig?
Gluten ist ein Protein in Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel. Personen mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie reagieren darauf mit Verdauungsproblemen.
Welche Initiative unterstützt der Marktstand?
Im Gastraum liegt eine Unterschriftensammlung der Zöliakiegesellschaft aus, die sichere glutenfreie Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen fordert.